Musik an der Johanneskirche in Heidelberg-Neuenheim
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Orgelmusik online

Von Gott will ich nicht lassen
 

 
 
Symbolerklärung:
 
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Von Gott will ich nicht lassen

EG 365

Text: Ludwig Helmbold

Melodie: Lyon 1557

Die Melodie war ursprünglich ein Volkslied aus Italien. Der Text erzählt von einem Mädchen,
das Nonne werden soll. Weil die Elternarm sind und ihr keine Mitgift bieten können.
„Mutter, mach keine Nonne aus mir…“.

Die populäre Melodie wurde dann im Laufe der Zeit von vielen Komponisten aufgegriffen
und schließlich in das evangelische Gesangbuch mit einem Text von Ludwig Helmbold (1563)
gekommen. Sein Text liest sich wie ein Reisegebet. Die erste Strophe nimmt die Straßen und
Wege in den Blick. Innig wird dabei die Verbindung zwischen Gott und den Mensch
dargestellt. Wie zwischen zwei Tanzenden, die miteinander durch’s Leben tanzen: „Er reicht
mir seine Hand, den Abend und den Morgen tut er mich wohl versorgen, wo ich auch sei im
Land“.

„Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir,
führt mich auf rechter Straßen, da ich sonst irrte sehr,
reichet mir seine Hand, den Abend wie den Morgen
tut er mich wohl versorgen , sei, wo ich woll‘, im Land. „

Johann Sebastians Choralbearbeitung BWV 658 ist ein Kleinod. Die Melodie erklingt ruhig im
Pedal. Die anderen Stimmen haben einen markanten Rhythmus (figura cortis), der
„cervitas“, der Gewissheit (siehe auch am Ende von „Aus tiefer Not“) und auch leichtfüßige
Fröhlichkeit ausdrückt, trotz der eher traurigen f-Moll-Tonart.
Für mich ein „Lebenstanz über eine Glaubensmelodie aus dem tiefsten Herzen“.
Vielleicht auch ein schöner Gedanke für Sie?

Kantorat an der Johanneskirche, Lutherstraße 67, D-69123 Heidelberg-Neuenheim